Kern der diesjährigen Ausstellung sind Zeichnungen des Malers Kay Heinrich Nebel von der PRIWALL, die er während einer Salpeterreise von Hamburg, rund um Kap Horn, nach Chile und zurück von Dezember 1937 bis Juli 1938 an Bord anfertigte.

Das Erlebnis dieser Reise hielt er in einem Tagebuch und zahlreichen Zeichnungen fest. Einige der schönsten werden in der diesjährigen Sonderausstellung vorgestellt.

Bis auf eine Originalzeichnung, die das Buddelschiffmuseum kürzlich erwerben konnte, handelt es sich um hochwertige Reproduktionen, die vom Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven und der Kunsthalle in Kiel zur Verfügung gestellt wurden. Die sehr lichtempfindlichen Aquarelle können leider nicht im Original ausgestellt werden.

Die PRIWALL ist stellvertretend für eine lange Reihe von bekannten Laeisz-Seglern. Als bauähnliche Schwesterschiffe können PANGANI, PETSCHILI, PAMIR, PEKING, PASSAT, POLA und PADUA angesehen werden. Sie waren die letzte Blüte einer aussterbenden Art, die noch bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs als Fracht tragende Segelschiffe, Salpeter und Weizen um die Welt transportierten.

Heute existieren noch die PASSAT in Travemünde, die PEKING (als Hotelschiff) in NewYork und die PADUA, die als russisches Schulschiff KRUSENSTERN fährt.

Die PAMIR erlangte 1957 durch ihren Untergang im Südatlantik traurige Berühmtheit. Von den 86 Mann der Besatzung konnten nur 6 Seeleute gerettet werden.